Exchange Traded Funds: ETFs grob erklärt – ein Überblick zu börsengehandelten Indexfonds

Alle so „Yeah, geil, ETFs!!!“

Du so: „…?“

Hier also der super grobe Überblick für dich, die zum ersten Mal diese Abkürzung gehört hat.

ETFs sind Aktienfonds

ETFs sind Fonds. Fonds beinhalten Aktien von vielen verschiedenen Unternehmen. Das macht Sinn, weil man durch eine breite Streuung (d.h. viele verschiedene Aktien) das Verlustrisiko minimieren kann. Wenn ich zum Beispiel mein ganzes Geld in Bayer-Aktien stecke, dann bin ich von der Wertentwicklung dieser einen Aktie abhängig. Wüsste ich sicher über die zukünftige Performance der Bayer-Aktie Bescheid, könnte ich bei guten Aussichten unbesorgt mein Geld komplett auf Bayer setzen und auf meine Rente warten.

Diversifikation kann das Risiko senken

Es kann aber niemand — ich wiederhole: niemand — sicher voraussagen, wie sich ein Wert entwickelt. Also bleibt nur eines: Diversifikation. Wenn ich mein Geld auf ganz viele verschiedene Pferde setze, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass ich Verluste mache. Ein gutes Pferd gleicht dann einen lahmen Gaul aus, und vielleicht kommt der lahme Gaul wieder zu Kräften, während mein Top-Horse plötzlich aus allen Löchern pfeift. Weißte nicht, kannste nicht wissen, aber mithilfe von breit gestreuten Aktienfonds kannst du halt dein Risiko minimieren. Die Maxime lautet: Möglichst viel Rendite bei möglichst geringem Risiko. So viel zu Fonds.

Die Kostenvorteile von ETFs gegenüber aktiv gemanagten Fonds

ETFs als spezielle Form der Fonds haben folgende Vorteile: Sie sind günstig in der Anschaffung (geringe Kaufkosten) und sie sind günstig in den laufenden Kosten. Der Hype um ETFs ist daher sehr berechtigt, denn Kosten fressen einen großen Batzen der Rendite auf. Je geringer du also die Kosten halten kannst, desto mehr Gewinn fällt hinten für dich raus. Da gibt es nix dran zu rütteln.

ETFs sind aus folgendem Grund so kostengünstig: Der Fondsverwalter eines ETF versucht nicht wie bei einem „traditionellen“ Fonds durch ständige Recherche und Analysen die Aktienanteile so zu gewichten, dass am Ende die bestmögliche Wertentwicklung herauskommt. Das verursacht nämlich aufwendige Arbeit und macht dadurch den Fonds in der Verwaltung teuer.

Einem ETF hingegen wird quasi automatisch vorgegeben, welche Anteile zu wie viel Prozent er beinhalten muss. Das macht kaum Arbeit und erfordert viel weniger Hin und Her-Geschiebe von Aktien und erzeugt somit auch weniger Transaktionskosten (jeder Kauf und Verkauf kostet Geld).

ETFs bilden die Wertenwicklung von Indizes nach

Da dies nur ein grober Überblick sein soll, reiße ich die Erklärung für diese automatische Vorgabe nur kurz an: Du kennst den DAX. Der DAX ist ein Index, dank dem man die Wertentwicklung der 30 größten deutschen Unternehmen ablesen kann.

Neben dem DAX gibt es weltweit unzählige Indizes, die alle eine bestimmte Region, ein Land, eine Branche und viele weitere Indikatoren abbilden können. Neben dem DAX gibt es in Deutschland beispielsweise noch den mDAX, der bildet mittelgroße deutsche Unternehmen ab. Der sDAX gibt wiederum Aufschluss über die Entwicklung der kleinen deutschen Unternehmen, die an der Börse notiert sind.

Ein ETF tut nichts anderes, als sich an diesen Indizes zu orientieren. Ein ETF auf den DAX würde z.B. nicht versuchen, die Unternehmensaktien der 30 Unternehmen so zu gewichten, dass am Ende eine viel bessere Entwicklung herauskommt, als der DAX als Index sie genommen hat. Das wäre das Ziel von aktiv gemanagten Fonds, die dadurch besser sein wollen als der Index. Der ETF hingegen geht einfach hin und kauft plump die Aktien der 30 Unternehmen in der Gewichtung, wie sie gerade im DAX vorhanden sind.  Mehr ist da nicht. Fertig ist der börsengehandelte Fonds. War doch jetzt halb so wild, oder?

Hier erkläre ich dir, warum die Dinger Exchange Traded, also börsengehandelt heißen.

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